eBay hat AI-Shoppingbots verboten

Rechtliche Hürde für automatisierte Einkaufsagenten
Die E-Commerce-Plattform eBay hat mit einer Aktualisierung ihrer Nutzungsvereinbarung Automatisierungstools von Drittanbietern und AI-gestützte Einkaufsbots eingeschränkt. Das Unternehmen zielt insbesondere auf „Kauf für mich“-Agenten (buy for me), die ohne menschliches Eingreifen Bestellungen aufgeben können, und LLM-basierte Bots ab.
Diese in der Branche als „Agentenhandel“ (agentic commerce) bezeichnete Technologie sucht, vergleicht und kauft Produkte autonom im Auftrag der Nutzer. Die aktualisierte Richtlinie von eBay verbietet ausdrücklich die unbefugte Nutzung durchgängiger Abläufe ohne menschliche Kontrolle. Die neuen Bedingungen treten am 20. Februar 2026 in Kraft.
Von Robots.txt zur Nutzungsvereinbarung
eBay hatte zuvor über die Datei robots.txt auf seiner Website technische Sperren für Bots von Unternehmen wie Perplexity, Anthropic und Amazon eingerichtet. Diese Datei hatte jedoch nur Empfehlungscharakter und war rechtlich nur begrenzt bindend. Die direkte Aufnahme des Verbots in die Nutzungsvereinbarung berechtigt das Unternehmen, rechtlich gegen Regelverstöße vorzugehen.
Diese Einschränkungen auf der Plattform umfassen:
- Autonome Bestellabläufe ohne menschliche Aufsicht.
- Unbefugte Datenauslesetools (Scraping).
- Externe LLM-basierte Einkaufsassistenten.
Das Unternehmen erklärte, dass dieses Verbot keine Kooperationen betrifft, für die zuvor eine ausdrückliche Genehmigung von eBay eingeholt wurde. Dies deutet darauf hin, dass künftig offizielle Integrationen mit OpenAI oder ähnlichen AI-Unternehmen möglich sind. Zudem testet eBay weiterhin interne AI-Lösungen in seiner eigenen Such- und Einkaufsinfrastruktur.